
Körper, Bewegung und Regulation gehören zusammen
Körper, Bewegung und Lebensstil stehen in enger Wechselwirkung.
Stress, einseitige Belastungen, langes Sitzen und eingeschränkte Bewegungsreize beeinflussen nicht nur den Bewegungsapparat, sondern auch Atmung, Nervensystem und das allgemeine körperliche Wohlbefinden.
In meiner Praxis verbinde ich die Analyse des funktionellen Bewegungsapparates mit einer differenzierten, bewegungsbezogenen Anamnese, um Zusammenhänge zwischen Haltung, Bewegung, Spannung und Regulation sichtbar zu machen.
Wie ich arbeite
Ich betrachte den Körper nicht als Sammlung einzelner Muskeln oder Gelenke, sondern als vernetztes System, in dem neuronale Steuerung, muskuläre Spannung, fasziale Strukturen, Atmung und vegetative Regulation miteinander interagieren.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
- die Qualität von Bewegung
- die Organisation von Haltung unter Schwerkraft
- das Zusammenspiel von Füßen, Becken, Rumpf und Kopf
- sowie die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems
Bewegung verstehe ich als Lernprozess.
So wie ein Kind durch wiederholte Reize, Wahrnehmung und Interaktion den aufrechten Gang entwickelt, können auch Erwachsene Bewegung neu organisieren – bewusster, effizienter und nachhaltiger.
Funktionelle Einschätzung statt Diagnosestellung
Der Erstkontakt dient der funktionell-bewegungsbezogenen Einschätzung:
- Wie bewegt sich der Körper?
- Wo wird kompensiert?
- Wie werden Kräfte verteilt?
- Welche Spannungsmuster sind erkennbar?
Ziel ist es, Belastungen, Anpassungsstrategien und mögliche Zusammenhänge zwischen Bewegung, Haltung, Atmung und subjektivem Empfinden zu erkennen.
Eine medizinische Diagnosestellung erfolgt in dieser Praxis nicht.
Verantwortung & Sicherheit
Bei Hinweisen auf:
- nicht bewegungsabhängige Beschwerden
- systemische oder neurologische Auffälligkeiten
- Red Flags oder unklare Symptomverläufe
erfolgt keine Behandlung, sondern eine konsequente Weiterverweisung zur ärztlichen Abklärung.
Therapeutische Verantwortung und Sicherheit stehen dabei immer an erster Stelle.
Therapie als gemeinsamer Prozess
Therapie verstehe ich nicht als „Behandlung von außen“, sondern als begleitenden Prozess:
wahrnehmen → verstehen → verändern
Durch gezielte Bewegungsreize, angepasste Belastung, bewusste Regeneration und eine verbesserte Körperwahrnehmung unterstütze ich Menschen dabei, mehr Selbstwirksamkeit im eigenen Körper zu entwickeln.
Ziel ist nicht die perfekte Haltung, sondern eine bewegliche, belastbare und regulierte Organisation von Bewegung im Alltag und im Sport.